Textbeispiele

..... stellt euch vor, ihr wacht morgens auf, schaltet die Nachrichten ein, und sofort wird euch klar: Die Apokalypse hat heute wieder geöffnet, und zwar von 7 bis 22 Uhr – mit Sonderangeboten in der Kategorie „Weltuntergang“. Deutschland im Jahr 2025: ein Land, das auf dem Papier immer noch das „stabile Herz Europas“ sein will, aber sich im Alltag eher anfühlt wie ein heruntergekommener Imbiss, bei dem die Leuchtreklame nur noch „Bratw…“ anzeigt. 


 Griechenland – dort, wo der Gott Apollon im Tempel zu Delphi die Worte in Stein meißeln ließ: „Gnōthi seauton“ – Erkenne dich selbst. Dieser Satz, Bruder, ist ein Schlüssel, der nicht nur den Hellenen den Weg wies, sondern auch uns Freimaurern als ewiges Gebot begleitet. Denn ohne Selbsterkenntnis bleibt der Stein roh, unbehauen, ohne Form. In der Erkenntnis aber beginnt das Werk an uns selbst.

 

„Es gibt nur ein wirklich ernstes philosophisches Problem: den Selbstmord. Sich entscheiden, ob das Leben es wert ist, gelebt zu werden oder nicht, heißt auf die Grundfrage der Philosophie antworten. Alles andere – ob die Welt drei Dimensionen und der Geist neun oder zwölf Kategorien hat – kommt später. Das sind Spielereien; erst muss man antworten.“

Während sich im Ikigai eine praktische Lebenshaltung entfaltet, rüttelt Camus an den Festen der Letztbegründbarkeit einer jeden Philosophie, indem sie den Fragenden auf sich selbst zurückwirft. Der Vorteil einer praktischen Philosophie ist, dass sich aus ihr konkrete Handlungsanweisungen ergeben können, solange die hinter ihr stehenden Begründungen als wahr unterstellt werden. Eine in der Menschheit weitverbreitete Vorstellung ist, dass sich aus der Existenz eines Schöpfers konkrete Handlungsanweisungen für ihr Leben logisch ableiten lassen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass dem Begriff des Schöpfers über die bloße Schöpfung hinaus weitere Eigenschaften zugeschrieben werden.

Die Vorteile dieser Struktur sind rasch aufgezählt – und ebenso rasch hinterfragt. In rein rechtlicher Hinsicht bedeutet die Personalunion von Meister vom Stuhl und Vereinsvorsitzendem: klare Zuständigkeiten, Vereinfachung der Organisation, und – theoretisch – eine starke äußere Repräsentation durch den höchsten Würdenträger. Doch hier endet bereits der Nutzen, und beginnt die Problematik.

 

Zeitmanagement wird hier nicht nur zu einer organisatorischen Notwendigkeit, sondern zu einer existenziellen Aufgabe. Es geht um mehr als Termine und Kalender – es geht um Prioritäten, Werte und ein Leben in Balance.

 

Zeilen aus persönlich geschriebenen Briefen und Reden werde ich hier aus Respekt vor den Auftraggebern nicht veröffentlichen

 

 

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